Was versteht man unter einer Wartefrist?

Die Wartefrist schiebt den Leistungsbeginn des Versicherers auf. Während der Wartefrist hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Fortzahlung seines Lohns. Die Wartefrist ist somit immer Teil der Leistungsdauer. Allerdings leistet in dieser Zeit nicht der Versicherer die Lohnfortzahlung, sondern der Arbeitgeber.

Schliesst der Arbeitgeber eine Krankentaggeld-Versicherung ab, kann er die Dauer der Wartefrist frei wählen. Üblicherweise werden Wartefristen von 7, 14 oder 30 Tagen vereinbart.
In ihrer Wirkung ist die Wartefrist vergleichbar mit der Franchise der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Wählt der Versicherte eine längere Wartefrist, erhöht sich sein Eigenanteil am Risiko. Dafür sinkt die Prämie. Im Gegensatz dazu zieht eine kürzere Wartefrist eine höhere Prämie nach sich, da der Versicherer nun ein höheres Risiko trägt. Um die Länge der Wartefrist optimal zu bestimmen, sollten Versicherte die Besonderheiten ihres Betriebes sowie ihre finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen. Für eine lange Wartefrist sollten sich nur Unternehmen entscheiden, die im Ernstfall auf die nötigen finanziellen Reserven zurückgreifen können.

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